Apollonia

Apollonia

Projekt

NEUBAU – INNENARCHITEKTUR PRIVATHAUS UND HOFLADEN

Ort

DORF TIROL, SÜDTIROL, ITALIEN

Status

FERTIGSTELLUNG, 2025

Projektleiter

JOANNA LEHNIS

Mitgestalter

MARIA DAL CANTO

Fotograf

CAMILLA CAPELLI

DIE GESCHICHTE
Die Innenarchitektur dieses neu errichteten Privathauses mit Hofladen wurde als behutsamer Rahmen und Hintergrund für die individuellen Bedürfnisse der Bauherrschaft und für das Leben, das sich darin entfaltet, konzipiert. Ausgehend von ihrer Verbundenheit mit einer naturnahen Lebensweise wurden Räume und Möbel so gestaltet, dass sich der Alltag leicht und selbstverständlich anfühlt — nicht nur durch die Wahl der Materialien, sondern auch durch das Zusammenspiel von Raumaufteilung, Mobiliar und den Menschen, die sich darin bewegen. Diese Beziehungen werden behutsam geführt und unterstützt, ohne sich dabei je aufzudrängen.

STORY

DAS ZUHAUSE
Aus einem tiefen Verständnis dafür, wie sich die Bauherrschaft ihr Leben in diesem Haus vorgestellt hatte, entwickelte sich die Gestaltung der einzelnen Räume beinahe intuitiv — als würden Form und Charakter ganz selbstverständlich aus ihrer jeweiligen Nutzung entstehen. Ihre Liebe zur Musik und zu einem gemeinsamen Familienleben mit Kindern und Freunden floss unmittelbar in den Entwurf ein. So entstand eine Gestaltung, die die unterschiedlichen Momente des Lebens und die persönlichen Leidenschaften mit einem Gefühl natürlicher Harmonie unterstützt und zelebriert.

Um die Materialsprache des von den Architekten entworfenen Holzhauses im Inneren fortzuführen, setzt auch die Innenraumgestaltung, wo immer möglich, auf natürliche Materialien. Lehmwände treffen auf Decken und Wände aus Holz und gehen in einen Kunstharzboden über. Die Kücheninsel und Arbeitsflächen bestehen aus grünem Granit Verde Fontaine, eingefasst von dunkelgrünen Küchenfronten. Auch im Wohnbereich und bei den Sitznischen an den Fenstern finden sich dunkelgrüne Stoffe wieder. Diese tieferen Grüntöne schaffen den notwendigen Kontrast und lassen die Holz- und Lehmoberflächen leicht und frisch wirken, während sie sich zugleich harmonisch in die natürliche Farbpalette einfügen.

Die Möbel sind bewusst schlicht und zurückhaltend gestaltet und bilden einen ruhigen Hintergrund für die Menschen und Rituale des Alltags. Der zentrale Kamin, traditionell von einem lokalen Handwerker ausgeführt, verbindet Wohn- und Essbereich und trennt sie zugleich voneinander. Drei Stufen führen hinunter in den tiefer liegenden Wohnbereich, wo die Sofas eine zentrale Fläche rahmen, in der die Kinder laufen und spielen können. Gleichzeitig entstehen entspannte Sitzmöglichkeiten am großen Fenster und neben dem Kamin. Vom Sonnenlicht durchflutet, schaffen diese Bereiche eine Verbindung sowohl zum Garten als auch zum Leben im Inneren.

Auch die Musikinstrumente — vom Cello über die Violine bis zur Gitarre — spielten bei der Gestaltung eine Rolle. Um eine weitere, in eine Fensternische eingebettete Sitzecke herum wurden Möbel entwickelt, die von Büchern, Instrumenten und Kinderspielzeug belebt werden.

Auch jede dekorative Leuchte wurde sorgfältig ausgewählt. Grüne Keramik, Leinen und Travertin fügen sich in die Materialpalette ein und setzen zugleich feine Akzente in den einzelnen Räumen.

DER HOFLADEN
Architektonisch mit dem Wohnhaus verbunden und dennoch als eigenständiger A-förmiger Baukörper konzipiert, liegt der Hofladen. Architektur und Innenraum folgen derselben zurückhaltenden Haltung wie das Wohnhaus und übertragen die Idee einer sanften Kulisse auf den Familienbetrieb. Hier verkauft die Bauherrschaft eigenen Wein und Apfelsaft sowie regionale Produkte wie Honig, saisonales Obst und handgefertigte Skulpturen aus Stein.

Der Hofladen zeigt sich etwas expressiver als das Wohnhaus, lässt jedoch weiterhin den Produkten und Menschen im Raum den Vortritt. Großformatige Pendelleuchten aus Flechtwerk hängen vom hohen First herab und schweben über skulpturalen, runden Tischen, die das Herzstück des Raumes bilden. Ihre kreisförmige Form unterstützt eine natürliche Bewegung durch den Laden, während ihre flexible Gestaltung es ermöglicht, sie neu anzuordnen und für Workshops oder andere Zusammenkünfte zu nutzen.

Vor dem Innenraum erweitert eine Terrasse den Hofladen in die Nachbarschaft und gibt ihm eine zusätzliche soziale Dimension. Tische laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, bei einem Glas Wein oder Apfelsaft zu verweilen, während Musikabende und ungezwungene Zusammenkünfte Touristen und die lokale Gemeinschaft zusammenbringen. So wird der Hofladen zu mehr als nur einem Ort, an dem Produkte verkauft werden — er wird zu einem Ort des Zusammenkommens, Teilens und Austauschs.

Gemeinsam bilden Wohnhaus und Hofladen eine sanfte Kulisse, in der sich Familienleben, Arbeit, Handwerk und Gemeinschaft frei entfalten können.

DIE MENSCHEN
Müssten wir unsere Bauherrschaft mit zwei Worten beschreiben, wären es ruhig und geerdet. Die Innenräume sollten nicht nur die Art widerspiegeln, wie sie leben, sondern auch, wer sie sind — mit einem Gefühl von Leichtigkeit und Unbeschwertheit.

DER HOFLADEN
Architektonisch mit dem Wohnhaus verbunden und dennoch als eigenständiger A-förmiger Baukörper konzipiert, liegt der Hofladen. Architektur und Innenraum folgen derselben zurückhaltenden Haltung wie das Wohnhaus und übertragen die Idee einer sanften Kulisse auf den Familienbetrieb. Hier verkauft die Bauherrschaft eigenen Wein und Apfelsaft sowie regionale Produkte wie Honig, saisonales Obst und handgefertigte Skulpturen aus Stein.

Der Hofladen zeigt sich etwas expressiver als das Wohnhaus, lässt jedoch weiterhin den Produkten und Menschen im Raum den Vortritt. Großformatige Pendelleuchten aus Flechtwerk hängen vom hohen First herab und schweben über skulpturalen, runden Tischen, die das Herzstück des Raumes bilden. Ihre kreisförmige Form unterstützt eine natürliche Bewegung durch den Laden, während ihre flexible Gestaltung es ermöglicht, sie neu anzuordnen und für Workshops oder andere Zusammenkünfte zu nutzen.

Vor dem Innenraum erweitert eine Terrasse den Hofladen in die Nachbarschaft und gibt ihm eine zusätzliche soziale Dimension. Tische laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, bei einem Glas Wein oder Apfelsaft zu verweilen, während Musikabende und ungezwungene Zusammenkünfte Touristen und die lokale Gemeinschaft zusammenbringen. So wird der Hofladen zu mehr als nur einem Ort, an dem Produkte verkauft werden — er wird zu einem Ort des Zusammenkommens, Teilens und Austauschs.

Gemeinsam bilden Wohnhaus und Hofladen eine sanfte Kulisse, in der sich Familienleben, Arbeit, Handwerk und Gemeinschaft frei entfalten können.